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Auch die Regionalliga blickt auf die Fußball WM

Obwohl die Regionalliga kaum Nationalspieler hat, blicken die Akteure dennoch bereits mit voller Spannung in Richtung WM. Selbst in der dritten Liga wurde der Spielplan deutlich nach vorn verlegt, um so genügend Raum zwischen dem Saisonende und dem Start des großen Events zu schaffen. Doch welche Aussichten hat die deutsche Mannschaft als Titelverteidiger? Wir sind dieser Frage genauer auf den Grund gegangen.

Auch die Regionalliga blickt auf die Fußball WM
Die Crux des Siegs

Wie so oft lohnt sich auch der Blick in die Vergangenheit, um zu einer besseren Einschätzung zu kommen. Nach dem Triumph im Jahr 2006 gelang es Italien vier Jahre später nicht mehr, an ihren alten Erfolg anzuknüpfen. Das Team wurde von vielen Experten als überaltert eingestuft und hatte kaum mehr eine Chance gegen andere starke Mannschaften. Auch im Jahr 2014 war der Titelverteidiger in einer solchen Rolle gefangen - in diesem Fall Spanien. Die Trainer ließen einen Austausch der spielerischen Kräfte vermissen, dessen Bedeutung immer wieder hochgehängt worden ist. Dadurch war es am Ende des Tages nicht möglich, das eigene Top-Niveau aus dem vergangenen Turnier zu halten. 2018 steckt nun Deutschland in dieser schwierigen Rolle. Alle wichtigen News zum Turnier finden Sie unter www.russland-wm2018.de.

Ein Umbruch im Team

Dennoch tat Joachim Löw bereits im Vorfeld des Turniers sehr viel dafür, sich vom Fehler der ehemaligen Konkurrenz abzugrenzen. Mit dem Karriereende in der Nationalmannschaft von Philip Lahm, Per Mertesacker, Bastian Schweinsteiger und Miroslav Klose veränderte sich die Struktur des Kaders ganz entscheidend. Hinzu kamen zahlreiche junge Spieler, die sich in den vergangenen Jahren in den Mittelpunkt spielen konnten. In der Offensive wird nun Timo Werner die Aufgabe haben, für Torgefahr zu sorgen. Im Mittelfeld taten sich die neuen Karrieren von Spielern wie Julian Weigl oder Leroy Sané auf. Sie spielen inzwischen selbst mit ihren Vereinen auf einem sehr hohen internationalen Niveau und erreichen dadurch ein hohes Maß an Bedeutung für den Bundestrainer. Unter dem Strich könnte dieser Umschwung für eine neue Dynamik in der Mannschaft sorgen, die es selbst vier Jahre nach den großen Triumph noch möglich macht, an den Erfolg anzuknüpfen.

Die gestiegenen Ansprüche

Auf der anderen Seite haben die Verantwortlichen nun mit einem weit höheren Druck zu kämpfen, der auf ihnen lastet. Die Ansprüche des Umfelds sind noch einmal gestiegen, nachdem es innerhalb von 24 Jahren ein zweites Mal gelang, den Weltmeistertitel zu holen. Entscheidend wird nun sein, ob die Mannschaft dazu in der Lage ist, diese neuen Erwartungen zu kompensieren. Hier steht in der Tat jeder einzelne Spieler in der Verantwortung, der sich in den kommenden Monaten noch einmal beweisen kann. Auch das Trainerteam steht vor der großen Herausforderung, einerseits die Spannung auf das Turnier zu verstärken, andererseits keine Blockaden aufkommen zu lassen. Erst unter der Voraussetzung, dass hier der gesunde Mittelweg gefunden werden kann, ist ein erfolgreicher Weg durch das Turnier in Russland überhaupt für die Mannschaft möglich.

Unter dem Strich sind also sehr viele verschiedene Faktoren ausschlaggebend für den Erfolg, den sich die Verantwortlichen erhoffen. Es muss gelingen, sehr viele verschiedene Parameter zu kontrollieren, um die hoch gesteckten sportlichen Ziele zu erreichen. Erst unter der Voraussetzung, dass dabei die maßgeblichen Statuten eingehalten werden, wird es am Ende die Chance geben, noch einmal das Halbfinale oder gar das Finale zu erreichen. Von dem Moment an entscheidet dann ohnehin die jeweilige Verfassung, ob ein weiterer Sieg möglich ist, den sich so viele Seiten von der deutschen Mannschaft wünschen.

Veröffentlicht: 13.03.2018 14:29 | Autor: NP | Bild: WM 2018 in Russland Foto Pixabay